„Der Prozess ist King“
Bist du bereit, die Grenzen des Gewöhnlichen zu durchbrechen? Entdecke ‘Mit Vision – Auf dem Weg zur Unternehmer:in’, unsere exklusive Interview-Reihe, die die Türen zu einer Welt voller Innovation, Kreativität und strategischer Weitsicht öffnet. Hier enthüllen Pioniere der Branche aus erster Hand die Höhen und Tiefen des Unternehmertums. Authentische Geschichten, die so greifbar sind, dass du das Gefühl hast, selbst am Tisch zu sitzen.
Heute sprechen wir mit Benedikt Deutsch. Bene ist 32 Jahre alt und der Gründer von „CleVersichert“. Dort ist er auf die Belange von American-Football-Spielern und anderen Sportlern spezialisiert. Er ist geprüfter Versicherungsfachmann und hat sein Handwerkszeug als Miteigentümer einer Versicherungsagentur gelernt.
Was geht dir durch den Kopf, wenn du an Versicherungen denkst?
Dass wir einen tollen Job haben, der eine verdammt große soziale Verantwortung trägt und einfach auch mega Spaß macht.
Wofür bist du besonders dankbar?
Dafür, dass es mir und den Menschen in meinem näheren Kreis gut geht und wir uns auf eine tolle Zukunft freuen dürfen.
Butter bei die Fische: Was ist der Auftrag der Finanzdienstleistungsbranche gegenüber der Gesellschaft? Wo liegt eigentlich unsere Verantwortung?
Wir haben einen der wichtigsten Jobs in einer Gesellschaft. Daher: Brust raus, Bauch rein und stolz darauf sein, dass wir, wenn wir unseren Job gut machen, das Leben der Menschen finanziell und gesundheitlich verbessern.
„Nur als Unternehmer kann ich Dinge anders angehen und wirklich verändern. Das ist großartig.“
Warum bist du Unternehmer:in geworden?
Um Dinge anders zu machen und mich selbst zu verwirklichen und zu entwickeln. Ich mag diesen Satz “aus dem Hamsterrad ausbrechen” zwar überhaupt nicht, aber ein bisschen stimmt er. Nur als Unternehmer kann ich Dinge anders angehen und wirklich verändern. Das ist großartig.
Was machst du anders als die meisten? Womit hebst du dich von deinen Mitbewerber:innen spürbar ab?
Ich glaube daran, dass Authentizität und das Zusammenarbeiten von und mit Menschen langfristig der beste Weg zu einem ehrlichen und erfüllten Leben sind.
„Du bestimmst die Spielregeln in deinem Unternehmen“
Welche Eigenschaften sind deiner Meinung nach wichtig für eine:n erfolgreiche:n Unternehmer:in?
Mut und der Wille, sich weiterzuentwickeln. Sei dir nicht zu fein, zuzugeben, dass du etwas nicht kannst, und versuche von erfahreneren und besseren Unternehmer:innen zu lernen. Hilf aber gleichzeitig auch Unternehmern, bei denen du vielleicht schon einen Schritt weiter bist. #BetterTogether
Welchen Tipp würdest du einem/einer jungen Vermittler:in geben, der/die kurz vor der Gründung des eigenen Makler-Unternehmens steht?
Es sind drei einfache Tipps:
– Baue dir eine Zielgruppe auf und entwickle Expertise in dieser.
– Der Prozess ist King. Weiche hiervon nicht für einzelne „Kunden” ab.
– Sag NEIN. Du bestimmst die Spielregeln in deinem Unternehmen, und wenn jemand nicht passt, dann versuche nicht, es ihm recht zu machen.
Unternehmer:in vs. Selbstständiger: Worin besteht deiner Meinung nach der Unterschied?
Für mich ist der entscheidende Unterschied die Aktivität. Unternehmer:innen agieren von sich aus und gehen Risiken ein. Sie schaffen sich Situationen. Selbständige managen Situationen, die sich aufgrund externer Einflüsse ergeben.
Welche Herausforderungen hast du bei der Gründung deines Unternehmens erlebt?
Dass man mit 27 Jahren keinen Plan vom Leben hat und sich eingestehen muss, dass es noch viel zu lernen gibt.
„Schlechte Erfahrungen muss man abhaken und weitermachen“
Welche strategischen Fehlentscheidungen hast du getroffen? Wie bist du damit umgegangen?
Von falschen Kooperationen bis hin zu unnötig viel Geld für schlechte Dienstleister – alles war dabei. Das Wichtigste ist, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Schlechte Erfahrungen muss man abhaken und weitermachen.
Erinnerst du dich an einen bestimmten Moment, in dem du dachtest, du würdest aufgeben?
Während Corona ging mir der Arsch auf Grundeis. Hätte ich damals höhere Fixkosten und Verantwortung für eine Familie gehabt, hätte ich meinen Traum vom Maklerunternehmen aufgegeben und mir einen Job gesucht, der sofort ein fixes Einkommen bringt – auch wenn er weniger Spaß macht.
Was schätzt du am meisten am Unternehmertum?
Mich auf das konzentrieren zu können, was mir wichtig ist, und die Möglichkeit zu haben, eigenständig zu entscheiden, mit welchen Menschen ich meine Zeit verbringen möchte.
„Vermittler:innen sollten sich vom Bauchladen verabschieden“
Wenn du dir den Vermittlermarkt anschaust, was sollten Vermittler:innen verändern, um in Zukunft bestehen zu können?
Sie sollten sich vom Bauchladen verabschieden, Prozesse für ihre Kernthemen entwickeln und über ein Netzwerk Aufgaben abgeben.
Welcher Trend wirkt sich als Nächstes auf die Branche aus?
Aus meiner Sicht ist der richtige Umgang mit KI das wichtigste Skillset im 21. Jahrhundert. Ich glaube, dass Menschen auch in Zukunft bei Menschen kaufen, aber KI kann uns dabei brutal unterstützen.
In welchen sozialen Netzwerken bist du unterwegs, in welchen davon bist du sichtbar?
Aktuell sind Facebook-Gruppen und Discord-Gruppen meine wichtigsten sozialen Medien, um meine Zielgruppe – American-Football-Spieler – zu erreichen. LinkedIn ist für mich der perfekte Kanal fürs Netzwerken in der Branche.
„Das richtige Netzwerk schafft dir Möglichkeiten, die du sonst nicht hättest“
Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, ein starkes Netzwerk aufzubauen? Wer gehört in dein Netzwerk?
Das richtige Netzwerk schafft dir Möglichkeiten, die du sonst nicht hättest. Der Austausch von Tipps und Tricks sorgt dafür, dass „graue” Fälle weiß werden – und nicht schwarz.
Welchen Nutzen siehst du in der Fokussierung auf spezifische Zielgruppen?
Man kann Prozesse viel einfacher aufbauen, kennt seine Produkte und die Bedürfnisse der Zielgruppe aus dem Effeff und hat einfach mehr Spaß, wenn man sich mit Menschen umgibt, die man mag, und sich nicht verstellen muss.
Wann fühlst du dich erfolgreich?
Wenn ich mit meiner Freundin mittwochs ohne schlechtes Gewissen bis 11 Uhr frühstücken kann. Und wenn ich Kunden ablehnen kann, weil sie nicht zu mir passen.
Wenn du einen Wunsch an die Branche hättest, welcher wäre es?
Wir müssen zusammenhalten und uns gegenseitig stärken. Auch die Art, wie wir vor Endkunden über andere Vermittler:innen reden, muss sich nachhaltig verbessern. Dann stehen wir in zehn Jahren in den Top 5 der beliebtesten Branchen – und nicht am anderen Ende.
In der Interviewreihe ‘Mit Vision – Auf dem Weg zur Unternehmer:in’ erfährst du alles über Entrepreneurship, die Zukunft des Vertriebs und deine eigene Rolle. Hier ist kein Platz für Schubladendenken oder Standardantworten. Ganz im Gegenteil: Innovation und Weitsicht stehen im Mittelpunkt dieser packenden Gespräche.
Über die Autoren:
Stephan Busch ist Versicherungsmakler und Inhaber von PROGRESS Finanzplaner.
Tim Schreitmüller ist digitaler Stratege mit Versicherungs-Know-how von der LV 1871
Über den Interviewpartner:
Benedikt Deutsch ist Gründer des unabhängigen Maklers „CleVersichert“. Seine Zielgruppe sind vor allem American-Football-Spieler und andere Sportler.